Renovierung im Sommer: Warum Entrümpelung und Raumklima zusammengehören

Renovierung im Sommer: Warum Entrümpelung und Raumklima zusammengehören

Eine Entrümpelung ist häufig der erste sinnvolle Schritt, wenn eine Wohnung, ein Haus oder einzelne Räume renoviert und neu gestaltet werden sollen. Gerade im Sommer, wenn hohe Temperaturen die Arbeiten zusätzlich erschweren können, lohnt es sich, zunächst Platz zu schaffen und nicht mehr benötigte Möbel, Elektrogeräte und angesammelten Hausrat auszusortieren. Freie Räume erleichtern nicht nur die anschließenden Renovierungsarbeiten, sondern können auch dazu beitragen, das Wohngefühl zu verbessern. Gemeinsam mit einer durchdachten Belüftung und Kühlung entsteht so aus einem vollgestellten Raum wieder ein angenehmer Wohnbereich.

Erst Platz schaffen, dann renovieren

Neue Wandfarben, ein anderer Boden oder eine komplett neue Einrichtung: Wer renovieren möchte, beschäftigt sich meistens zuerst mit dem späteren Ergebnis. Dabei beginnt eine erfolgreiche Renovierung eigentlich einige Schritte früher.

Je mehr Möbel und Gegenstände sich in einem Raum befinden, desto schwieriger werden die Arbeiten. Schränke müssen ständig verschoben, Kartons umgestellt und Möbel abgedeckt werden. Das kostet Zeit und macht insbesondere umfangreichere Renovierungen unnötig kompliziert.

Deshalb bietet es sich an, vor Beginn der eigentlichen Arbeiten konsequent auszusortieren. Gegenstände, die ohnehin nicht mehr benötigt werden, müssen nicht während der gesamten Renovierung von einem Raum in den nächsten getragen werden.

Wer größere Mengen an Möbeln, Hausrat und anderen Gegenständen entfernen muss, kann eine professionelle Entrümpelung beauftragen. Das ist insbesondere dann interessant, wenn ganze Räume, Keller, Dachböden oder größere Immobilien geräumt werden müssen.

Anschließend steht deutlich mehr freie Fläche für die eigentliche Renovierung zur Verfügung.

Warum vollgestellte Räume im Sommer besonders unangenehm sein können

An heißen Sommertagen können sich Wohnungen und Häuser schnell aufheizen. Besonders Dachgeschosswohnungen sind davon betroffen, doch auch andere Räume können bei intensiver Sonneneinstrahlung unangenehm warm werden.

Eine große Menge an Möbeln und Gegenständen ist zwar nicht automatisch die Ursache für hohe Raumtemperaturen. Sie kann aber die Nutzung eines Raumes und die Luftzirkulation erschweren.

Stehen beispielsweise große Schränke direkt vor Fenstern oder befinden sich zahlreiche Kartons und Möbel in einem kleinen Zimmer, lässt sich der vorhandene Platz schlechter nutzen. Auch Ventilatoren oder mobile Klimageräte können nicht überall sinnvoll positioniert werden.

Nach dem Ausmisten lässt sich deshalb häufig wesentlich besser beurteilen, wie ein Raum zukünftig genutzt, eingerichtet und im Sommer gekühlt werden soll.

Keller und Dachboden nicht vergessen

Wer ohnehin renoviert, sollte die Gelegenheit nutzen und nicht ausschließlich die unmittelbar betroffenen Wohnräume betrachten.

Keller und Dachboden entwickeln sich in vielen Haushalten über Jahre hinweg zu klassischen Abstellflächen. Alte Möbel, ausrangierte Elektrogeräte, Umzugskartons, Dekorationen und Gegenstände, die „vielleicht irgendwann noch gebraucht werden“, sammeln sich dort schnell an.

Irgendwann fehlt der Überblick.

Eine Renovierung oder Umgestaltung des Hauses ist deshalb ein guter Anlass, diese Bereiche ebenfalls durchzugehen. Dabei hilft eine einfache Einteilung in verschiedene Kategorien:

  • behalten und weiterhin verwenden
  • verkaufen oder verschenken
  • spenden
  • recyceln
  • fachgerecht entsorgen

Wichtig ist, nicht jeden Gegenstand vorschnell wegzuwerfen. Gut erhaltene Möbel oder funktionierende Geräte können möglicherweise weitergegeben oder verkauft werden. Gleichzeitig sollten defekte Elektrogeräte und bestimmte Materialien nicht einfach über den normalen Hausmüll entsorgt werden.

Alte Elektrogeräte richtig aussortieren

Gerade beim Thema Raumklima können sich über die Jahre verschiedene Geräte ansammeln: alte Ventilatoren, Luftentfeuchter, Heizlüfter oder nicht mehr benötigte Klimageräte.

Bei einer größeren Aufräumaktion sollte zunächst geprüft werden, welche Geräte noch funktionieren und tatsächlich genutzt werden.

Ein zehn Jahre alter Ventilator, der seit mehreren Sommern unberührt im Keller steht, wird wahrscheinlich auch im kommenden Jahr nicht plötzlich zum unverzichtbaren Haushaltsgerät.

Funktionierende Geräte können verkauft, verschenkt oder anderweitig weitergegeben werden. Defekte Elektrogeräte gehören dagegen in die dafür vorgesehenen Rückgabe- und Sammelsysteme. So können enthaltene Materialien fachgerecht behandelt und teilweise wiederverwertet werden.

Das gleiche Prinzip gilt für zahlreiche andere Gegenstände, die bei einer Entrümpelung anfallen.

Renovierungsarbeiten bei hohen Temperaturen richtig planen

Ist der Raum leer, können die eigentlichen Arbeiten beginnen. Im Hochsommer sollte dabei allerdings nicht nur auf das Endergebnis, sondern auch auf die Arbeitsbedingungen geachtet werden.

An sehr heißen Tagen empfiehlt es sich, körperlich anstrengende Tätigkeiten möglichst in die kühleren Stunden des Tages zu legen. Früh morgens können Räume zunächst gründlich gelüftet werden, bevor die Außentemperaturen steigen.

Bei der Verarbeitung von Farben, Lacken, Klebstoffen und anderen Baustoffen müssen zudem die jeweiligen Herstellerhinweise zu Verarbeitungstemperatur, Trocknung und Belüftung beachtet werden.

Einfach während jeder Renovierungsarbeit sämtliche Fenster zu schließen und die Klimaanlage auf maximale Leistung zu stellen, ist daher nicht automatisch die richtige Lösung.

Je nach verwendeten Materialien ist ein ausreichender Luftaustausch wichtig.

Nach der Renovierung das Raumklima neu denken

Eine Renovierung bietet die Möglichkeit, nicht nur die Optik, sondern die gesamte Nutzung eines Raumes zu überdenken.

Wo sollen große Möbel stehen? Welche Fenster erhalten besonders viel direkte Sonneneinstrahlung? Wie lässt sich morgens oder nachts effektiv lüften? Wo könnte ein Ventilator oder ein mobiles Klimagerät sinnvoll aufgestellt werden?

Solche Fragen lassen sich in einem leeren oder frisch renovierten Raum wesentlich einfacher beantworten.

Besonders große Möbel sollten so positioniert werden, dass Fenster und häufig genutzte Laufwege nicht unnötig blockiert werden. Auch mögliche Standorte für mobile Klimageräte sollten berücksichtigt werden. Je nach Gerät muss beispielsweise die warme Abluft über einen Abluftschlauch nach draußen geführt werden.

Wer diese Anforderungen bereits bei der Einrichtung berücksichtigt, muss später nicht jedes Mal das halbe Zimmer umstellen.

Sonnenschutz kann die Kühlung unterstützen

Ein angenehmes Raumklima entsteht nicht allein durch eine Klimaanlage. Gerade im Sommer kann es sinnvoll sein, bereits den Wärmeeintrag in die Wohnung zu reduzieren.

Rollläden, Außenjalousien oder andere geeignete Verschattungslösungen können verhindern, dass sich Räume durch intensive Sonneneinstrahlung unnötig stark aufheizen. Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem von Gebäude, Fensterflächen und Wohnsituation ab.

Zusätzlich bietet sich strategisches Lüften an. Wenn die Außentemperatur morgens oder nachts niedriger ist, kann die kühlere Außenluft genutzt werden. Steigen die Temperaturen im Laufe des Tages deutlich an, sollten Fenster nicht dauerhaft geöffnet bleiben, nur weil sich dadurch subjektiv etwas Luft bewegt.

Bei Bedarf können anschließend Ventilatoren oder Klimageräte eingesetzt werden.

Weniger Gegenstände, mehr nutzbarer Wohnraum

Eine Entrümpelung hat noch einen weiteren Vorteil: Sie macht sichtbar, wie viel Platz tatsächlich vorhanden ist.

Ein Abstellraum kann plötzlich wieder als Arbeitszimmer genutzt werden. Im Keller entsteht Platz für Fahrräder oder Hobbyequipment und aus einem vollgestellten Dachgeschoss kann möglicherweise ein nutzbarer Wohn- oder Freizeitbereich werden.

Dafür muss nicht zwangsläufig minimalistisch gelebt werden. Entscheidend ist vielmehr, bewusst zu entscheiden, welche Gegenstände einen tatsächlichen Nutzen haben.

Wer bei jeder Renovierung lediglich sämtliche alten Gegenstände in den nächsten Raum verschiebt, löst das eigentliche Platzproblem nicht.

Konsequentes Aussortieren schafft dagegen die Grundlage für eine neue Raumaufteilung.

Renovierung, Entrümpelung und Raumklima gemeinsam planen

Renovieren bedeutet mehr, als eine neue Wandfarbe aufzutragen oder Möbel auszutauschen. Es ist eine gute Gelegenheit, die gesamte Wohnsituation neu zu betrachten.

Welche Gegenstände werden wirklich benötigt? Welche Räume werden bislang hauptsächlich als Lagerfläche genutzt? Wo kann zusätzlicher Wohnraum entstehen? Und wie lässt sich das Zuhause an heißen Sommertagen möglichst angenehm gestalten?

Wer zunächst entrümpelt, schafft freie Flächen und erleichtert sich die folgenden Arbeiten. Anschließend können Renovierung, Möblierung, Sonnenschutz, Lüftung und gegebenenfalls der Einsatz eines passenden Klimageräts aufeinander abgestimmt werden.

So entsteht nicht einfach nur ein optisch erneuerter Raum. Aus einer überfüllten oder unpraktischen Fläche kann ein aufgeräumter, sinnvoll eingerichteter und auch im Sommer angenehmer Wohnbereich werden.